Wie Du endlich aufhörst, Kleidung zu kaufen, die Du nicht trägst!


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Schluss mit Schrankleichen!

Ich weiss, wovon ich spreche ...

Landen in Deinem Kleiderschrank auch immer wieder Teile, die Du dann nie anziehst? Und die ein trauriges Dasein als Schrankhüter fristen müssen? Falls dies so ist und falls Dich das regelmässig ärgert (und Dir Schuldgefühle beschert), dann solltest Du jetzt auf jeden Fall bis ganz unten weiterlesen und erfahren, wie Du das in Zukunft vermeidest (und dabei eine Menge Geld sparst).

 

Alles, was ich jetzt erzähle, stammt aus eigener Erfahrung. Von meiner Teenagerzeit angefangen bis vor ca. 6 Jahren habe ich unheimlich viel Geld für Kleidung verschwendet, die ich dann nie getragen habe oder die ich nach 1x Tragen schon wieder aussortiert habe. Autsch! Unglaublich, wenn ich so zurückdenke.

 

Das ist eine ziemlich bittere Pille, also versuche ich, mich nicht auf das Bereuen zu konzentrieren, sondern auf die nützlichen Lektionen, die ich dadurch gelernt habe und die ich nun weitergeben darf.

 

Ich bin das beste Beispiel dafür, dass wir unsere Gewohnheiten ändern können – auch wenn wir etwas praktisch jahrzehntelang „falsch“ gemacht haben und eingefahrene Verhaltensmuster entwickelt haben.

Warum Du Kleidung kaufst, die Du nicht trägst

Bevor wir darüber sprechen können, wie wir dies abstellen können, müssen wir uns erst einmal bewusst machen, wie es dazu kommt. Schließlich kann man ein Problem nicht lösen, wenn man nicht weiß, was die Ursache dafür ist. Deshalb kommen hier die drei wichtigsten Gründe, warum man manchmal Kleidung kauft, die man nie trägt:

1. DU MACHST EMOTIONALE KÄUFE

Als ehemaliger Shoppingvictim kann ich mit Gewissheit sagen, dass der Hauptgrund für Fehlkäufe darin liegt, dass man beim Einkaufen ein emotionales Bedürfnis befriedigt.

 

Wenn Du einen schlechten Tag hast, kaufst Du etwas Neues, und fühlst Dich gleich besser ... zumindest für eine kurze Zeit. Langfristig wird es wahrscheinlich zu Schuldgefühlen und Reue führen, aber die kurzfristige Freude, etwas Neues zu kaufen, ist unbestreitbar.

 

Ich behaupte, dass emotionale Käufe in der Regel durch mehr als nur einen "schlechten Tag" ausgelöst werden. Stattdessen glaube ich, dass sie oft auf tiefergehenden Unsicherheiten beruhen. Wir fühlen uns in irgendeiner Weise unzulänglich, also kaufen wir etwas Neues, weil wir denken, dass es eine Lücke füllen wird oder uns in irgendeiner Weise transformieren wird, uns z.B. attraktiver, erfolgreicher, schlanker, schöner, begehrenswerter, cooler oder kompetenter machen wird.

 

Hier sind einige Beispiele:

 

Fühlst Du Dich unsicher wegen Deines Gewichts? Dann kaufe etwas "Schlankmachendes".

 

Fühlst Du Dich beruflich unsicher? Kaufe etwas Teures, damit die Leute wissen, dass Du "erfolgreich" bist.

 

Fühlst Du Dich unsicher bzgl. Deines Aussehens? Kaufe Dir zum Ausgleich schöne Kleidung/Schuhe/Kosmetik ….

 

Neue Sachen zu kaufen, wenn wir uns schlecht oder unsicher fühlen, mag manchmal wie ein sinnvoller Weg erscheinen, nach dem Motto "fake it until you make it" ... aber realistisch betrachtet, wenn wir Kleidung kaufen, die nicht repräsentiert, wer wir wirklich sind und die nicht zu uns passt, werden wir sie nicht (oder nur ganz selten) tragen. Häufiges emotionales Shoppen ist ein todsicherer Weg, um mit einem Kleiderschrank voller „nichts anzuziehen“ zu enden.

2. DU KENNST DEINEN PERSÖNLICHEN STIL NICHT

 Ein weiteres häufiges Problem ist die Unsicherheit beim eigenen Stil - und auch das ist eine Lektion, die ich auf die mühsame Tour lernen musste. Ich wusste lange nicht, was mein Stil eigentlich ist. Mir ist klar geworden, dass zwischen den Stilen, die man an anderen bewundert, und dem, was man selber tatsächlich gerne trägt, ein großer Unterschied bestehen kann.

 

Ich liebe zum Beispiel Tüllröcke (am liebsten die richtig bauschigen) und hatte früher 4 Stück davon und ein ganze Pinterest-Pinwand voll mit Tüllrock-Outfits. Ich liebte es, sie in meinem Kleiderschrank hängen zu sehen ... aber letztendlich habe ich sie praktisch nie getragen.

 

Damals hat mich das sehr verwirrt, denn ich mochte den Stil wirklich, aber wenn ich mich anziehen wollte, griff ich immer zu völlig anderen Teilen, die meist eher clean, cool und „basic“ waren. Dinge wie Jeans, T-Shirts und schlichte Midikleider waren dauernd in Gebrauch und meine schönen Tüllröcke blieben ein ums andere Mal im Schrank hängen.

 

Irgendwann wurde mir klar, dass das, was ich gerne anschaue und was ich gerne trage, nicht immer dasselbe ist. Stell Dir vor, Du gehst in ein Museum und bewunderst die Kunstwerke, willst sie aber trotzdem nicht unbedingt bei Dir zu Hause im Wohnzimmer hängen haben. Das Gleiche gilt auch für unsere Kleiderschränke.

 

Deshalb ist es so wichtig, seinen persönlichen Stil zu kennen.

 

Damit Du es damit nicht so schwer hast wie ich damals, habe ich dazu einen eigenen Mini-Kurs erstellt. HIER findest Du mehr Infos dazu.

Den eigenen Stil finden, Kleidungsstil finden

3. DU LÄSST DICH VON ANDEREN BEEINFLUSSEN

Ein weiterer Grund, warum wir Kleidung besitzen, die wir nicht tragen, ist, dass wir uns beim Kauf von anderen Menschen beeinflussen lassen.

 

Das kann viele Formen haben. Manchmal ist es einfach so, dass man ein bestimmtes Teil kauft, weil viele Freunde es auch haben/lieben. Oder weil eine Freundin, die Mutter, der Partner oder eine Verkäuferin es bei der Anprobe so wahnsinnig toll an uns fand.

 

Auch Fernsehen, Zeitschriften und soziale Medien können uns beeinflussen. Wenn man seine Lieblings-Instagrammerin in einem umwerfenden Sommerkleid am Strand sieht, ist es manchmal schwer, sich nicht in diese Fantasie hineinzuversetzen. Man möchte das Kleid haben, weil man das Gefühl, das man damit verbindet, haben möchte - auch wenn es nicht wirklich zum eigenen Stil passt.

 

Die Modebranche versucht ebenfalls, uns zu beeinflussen, indem sie auch in den Geschäften eine ähnliche „Habenwoll“-Fantasie erzeugt. Alles, von der Musik bis hin zu den Auslagen - oder sogar dem Geruch des Ladens - wird sorgfältig dahingehend ausgewählt.

 

Dabei geht es um viel mehr als nur darum, uns Kleidung zu verkaufen. Stattdessen wird versucht, uns einen Lebensstil zu verkaufen ... und wenn das gelingt, kaufen wir am Ende Kleidung, die vielleicht kein bisschen zu uns und unserem echten Leben passt. Und die bleibt dann ungetragen im Schrank hängen.

Kleiderschrank aufräumen und ausmisten

WIE DU AUFHÖRST, KLEIDUNG ZU KAUFEN, DIE DU NICHT TRÄGST

OK, jetzt, wo wir die häufigsten Gründe kennen, warum wir Kleidung kaufen, die wir nicht tragen, wollen wir uns einige Techniken ansehen, die Dir (wie mir) helfen werden, Dein Einkaufsverhalten dauerhaft zu ändern.

ERKENNE DEINE SHOPPING-TRIGGER

Mein wichtigster Tipp ist, dass Du Deine Shopping-Auslöser erkennen musst.

Beobachten Dich selbst ein paar Wochen lang.

 

Was passiert in den Momenten, unmittelbar bevor Du den Wunsch verspürst, etwas zu kaufen, sei es online oder im Geschäft?

  • Hat Dich jemand verärgert oder verunsichert?
  • Hat Dich etwas frustriert?
  • Ist Dir etwas gut gelungen und Du hast das Bedürfnis Dich zu belohnen?
  • Ist Dir gerade langweilig?
  • Zögerst Du die Erledigung einer schwierigen Aufgabe hinaus?
  • Bist Du an einem Deiner Lieblingsläden vorbeigegangen?
  • Hast Du den Newsletter eines Deiner bevorzugten Online-Shops erhalten?
  • Vergleichst Du Dich mit jemandem im Internet?
  • Hast Du beim Scrollen eine Shopping-Werbeanzeige auf Instagram oder Facebook gesehen?

Wenn Dein Bedürfnis neue Kleidung zu kaufen, durch irgendetwas anderes als eine ganz bewusste, bedarfsbasierte Entscheidung bestimmt wird, dann stehen die Chancen gut, dass Du schlechte Kaufentscheidungen treffen wirst.

 

Es ist viel besser, den Laden oder den Online-Shop in solchen Momenten wieder zu verlassen und zu einem anderen Zeitpunkt einzukaufen, aber dazu musst Du Dich natürlich „auf frischer Tat“ ertappen. Deshalb ist es so wichtig, dass Du Deine Kaufauslöser erkennst.

FÜHRE EINE KLEIDERSCHRANK-ANALYSE DURCH

Mein nächster Tipp ist, eine Kleiderschrankanalyse durchzuführen. Das hilft Dir, Deinen persönlichen Stil kennenzulernen: Was trägst Du eigentlich gerne und warum?

 

Aber Vorsicht, damit ist nicht die Frage gemeint „Welcher Kleidungsstil gefällt Dir“?

Stil ist etwas extrem persönliches und von so vielen individuellen Faktoren abhängig, dass man ihn nicht pauschalisieren und in Überbegriffe wie casual, romatisch, boho, rockig, sportlich, preppy, french oder ähnliches packen kann.

 

Stattdessen möchte ich Dich ermutigen, über Deinen Kleiderschrank nachzudenken und Dich zu fragen, was eigentlich genau der Unterschied ist zwischen den Kleidungsstücken, die Du ständig trägst, und denjenigen, die Du nicht oder so gut wie nie trägst. Nutze diese Informationen, um in Zukunft bessere Kaufentscheidungen zu treffen. Kauf mehr von dem, was Du wirklich gerne trägst und in dem Du Dich rundum gut fühlst, und höre auf, alles andere zu kaufen. Ich habe diesen Fehler früher sooooo oft gemacht. Wenn Du wirklich aufhören willst, Kleidung zu kaufen, die Du nie trägst, dann lass diesen Schritt nicht aus!

 

Wichtig: Manche Kleidungsstücke tragen wir, weil wir uns gut darin „verstecken“ können oder weil es einfach Gewohnheit ist. Das ist hier nicht gemein!

 

Es geht vielmehr darum, herauszufinden, in welchen Kleidungsstücken Du Dich rundum gut, wohl und stark fühlst und welche Deine Persönlichkeit stimmig unterstreichen.

 

Wenn Du Deinem persönlichen Stil so richtig auf die Spur kommen möchtest und Dein individuelles Stilprofil erstellen willst, was Dich in Zukunft immer beim Shoppen begleitet, dann hol Dir meinen Mini-Kurs „Schrank trifft Stil“.

 

Damit findest Du in 5 einfachen Schritten zu Deinem persönlichen Stil und passt danach Deinen Kleiderschrank mithilfe Deiner neuen Erkenntnisse daran an.

Den eigenen Stil finden, Kleidungsstil finden

PLANE DEINE EINKÄUFE BEWUSST

Plane Deine Einkäufe vor.

 

Erstelle zuhause, am besten direkt vor Deinem Kleiderschrank, eine bedarfsbasierte, konkrete Einkaufsliste.

 

Schau immer erst nach, ob Du so ein ähnliches Teil nicht schon im Schrank hast und ob das gewünschte Kleidungsstück mit anderen Teilen aus Deinem Schrank kombinierbar ist. Auf Anhieb sollten Dir mindestens 3 Kombinationsmöglichkeiten einfallen.

 

Beschreibe das gewünschte Kleidungsstück und seine Eigenschaften so konkret wie möglich (z.B. kurzer, kastig geschnittener Pulli in hellrosa, mit V-Ausschnitt, aus Baumwolle, Viskose oder Wolle, nicht kratzend).

 

Lege ein Budget dafür fest und überlege, in welchen Shops Du danach suchen möchtest.

HALTE INNE, BEVOR DU ETWAS KAUFST

Vermeide Impulskäufe, indem Du lernst, vor dem Kauf eine Pause einzulegen.

 

„Innehalten" bedeutet, dass Du zwischen dem Kaufimpuls und dem tatsächlichen Kauf etwas Zeit einplanst. Es gibt zwei wichtige Gründe, dies zu tun.

 

Erstens hilft es Dir, impulsive, emotionale Entscheidungen zu vermeiden. Wenn Du aus Frustration oder Unsicherheit einkaufst ... diese Gefühle verblassen mit der Zeit. Manchmal müssen wir einfach nur Dampf ablassen oder in Selbstfürsorge investieren, und wenn wir das getan haben, verschwindet das Verlangen zu shoppen.

 

Zeit hilft auch, die Auswirkungen äußerer Einflüsse zu verringern (raus aus dem Geschäft, weg von der Shopping-App …). Zeit gibt Dir die Möglichkeit, Dich wieder darauf zu besinnen, wer Du bist und was Du möchtest, so dass Du bewusstere Entscheidungen treffen kannst.

 

Selbst eine kleine Pause (10 - 30 Minuten) - ist hilfreich. Oft verschwinden Kaufwünsche nach dem Verlassen des Geschaftes oder der App  ganz von selbst, und Teile, die Du kurz vorher noch unbedingt haben wolltest, sind ruckzuck vergessen.

 

Wenn Dir ein Teil aber weiterhin hartnäckig im Kopf herumspukt, dann könnte das ein Zeichen sein, dass Du es wirklich haben willst. In diesem Fall geh zurück ins Geschäft, ziehe das Teil an und stelle Dir dann folgende Fragen dazu:

  • Entspricht es dem, was ich brauche, oder bin ich abgeschweift?
  • Gefällt mir alles daran?
  • Passt es mir perfekt?
  • Fühle ich mich 100%ig toll darin?
  • Habe ich schon etwas Ähnliches im Schrank?
  • Wie kann ich es kombinieren?
  • Ist es qualitativ hochwertig und gut verarbeitet?
  • Will ich es nur, weil der Preis reduziert ist oder es von einer bestimmten Marke ist? (Würde ich es auch kaufen, wenn es nicht reduziert wäre und keine Marke?)
  • Kann ich es mir leisten?

Dieselben Fragen solltest Du Dir natürlich auch stellen, wenn Du etwas in einem Online-Shop zur Ansicht nach Hause bestellt hast.

Den eigenen Kleidungsstil finden

Wenn Du in Zukunft diese Punkte beachtest, dann wirst Du nur noch Kleidung kaufen, die Du dann auch wirklich trägst, versprochen😊.

 

Lass mir in den Kommentaren gerne Deine Gedanken und Erfahrungen zu diesem Thema da!


Kennst Du schon meinen kostenlosen Shopping-Spickzettel?

 

Da stehen alle wichtigen Fragen und mehr darauf und Du kannst ihn (doppelseitig) ausdrucken und zum Einkaufen mitnehmen.



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