11 Gründe, warum Dein Zuhause unordentlich aussieht, obwohl Du gerade aufgeräumt hast


Unordentlich trotz aufgeräumt? Warum Aufräumen manchmal nicht richtig wirkt und die Wohnung danach immer noch unordentlich aussieht.

Unordentlich trotz aufgeräumt??

Hast Du Mühe, Dein Zuhause zu organisieren und oft das Gefühl, dass es, selbst wenn Du gerade aufgeräumt hast, noch immer irgendwie überfüllt und unordentlich aussieht?


Also, dass das Aufräumen irgendwie nicht so richtig "wirkt"?

Dafür gibt es einen guten Grund, bzw. sehr viele mögliche Gründe.⁣

Viele davon sehe ich beim ersten Besuch bei fast jeder meiner Kundinnen zuhause.

11 ziemlich häufige dieser Gründe möchte ich Dir hier kurz vorstellen und erklären, was Du dagegen tun kannst.

1. Die Arbeitsflächen sind belagert

Hast Du in Deiner Küche, dem Wohnzimmer oder dem Esszimmer auf den Arbeitsflächen und den Tischen Sachen angehäuft?
 
Die Arbeitsflächen und Tische sollten immer frei bleiben und jederzeit zur Nutzung bereit sein.

Die Lösung: Räume ALLES ab.
 
Sortiere alles Unnötige aus und investiere für den Rest in praktische und platzsparende Aufbewahrungslösungen.

2. Überall Papierstapel

Auf Stühlen, in Ecken, auf Ablagen, im Flur, in der Küche, im Wohnzimmer,  ja sogar im Bad: Sammeln sich bei Dir auch überall irgendwelche Papiere und Zeitschriften an?


Das sieht sehr unordentlich aus und vermehrt sich quasi von selbst ...


Die Lösung: Sammle alles ein und entsorge zunächst alte und nicht benötigte Papiere und Zeitschriften.

Für den Rest richte ein Ablagesystem ein, möglichst an einem einzigen Ort, mit beschrifteten Ordnern zum Abheften wichtiger Dokumente und Rechnungen und mit Zeitschriftensammlern für Zeitschriften, die Du behalten willst.

 

Verwende nun 1 (!) einzigen Ablagekorb für "Posteingang." Dort hinein kommt alles neue, was noch gelesen und sortiert werden muss. Diesen Korb leere 1x pro Woche, am besten an einem fixen Wochentag, dann bleibt es immer überschaubar.

 

3. Überfüllte Garderoben und Kleiderständer

Ein voll beladener Garderobenständer, der aussieht, als würde er gleich umfallen, ein vollgestopfter Schrank im Flur, aus dem alles herausquillt, davor gefühlte 20 paar Schuhe in fröhlichem Durcheinander ...
 
Das sieht immer unordentlich aus, egal wie Du es anstellst.
 
Die Lösung: Reduziere die Anzahl der im Flur oder der Garderobe gelagerten Jacken und Mäntel.
Verstaue Schuhe in einem geschlossen Schuhschrank.

Bewahre jeweils nur das vor Ort auf, was Du/Deine Familie während der aktuellen Saison trägt, und lagere den Rest woanders und am besten hinter geschlossenen Schranktüren.

 

4. Der Fussboden als Dauer-Aufbewahrungsort

Auf Deinen Fussböden steht mehr als nur Möbel?

Kartons, Bücher, Papiere, Schachteln, loses Spielzeug und ähnliches?

Das macht optisch einen sehr unordentlichen, unruhigen Eindruck, es zieht den Staub an und putzen kann man auch nicht gut, wenn die Böden belagert sind.
 
Die Lösung: Arbeite alle Stapel Schritt für Schritt ab und gehe alle Schachteln nacheinander durch, miste gründlich alles aus, was Du nicht mehr brauchst und den Rest sortiere mit Hilfe von Ordnungshelfern (Schachteln, Körbe) in geschlossene Schränke, Schubladen und Regale ein, so dass nichts mehr am Boden steht oder liegt.

 

5. Deko-Overkill

Eine kleine Armee von Vasen, Schalen und Kerzenhaltern, so dass kaum Platz auf dem Sideboard und der Fensterbank bleibt, und das Sofa besteht fast nur aus Kissen?

 

Deko ist toll und auch wichtig für eine persönliche Einrichtung, es macht riesigen Spass sie auszusuchen, und mit all den schönen Stücken könnte man eigentlich locker 3 Wohnungen dekorieren.

 

Doch irgendwann ist es einfach zu viel, und es nervt, wenn vorm Staubwischen immer erst alles aufwändig weggeräumt werden muss oder man nach einem Fernsehabend mühsam einen wahre Kissenburg aufschütteln und neu arrangieren muss.

 

Und man tut den schönen, sorgfältig ausgesuchten Stücken auch keinen Gefallen, wenn sie in der Menge untergehen und so ihre Wirkung verlieren.

 

Die Lösung: Verringere die Anzahl der Kissen je nach Sofagröße auf 3 bis 5 Stück. Kissenbezüge brauchen nicht viel Platz im Schrank und Du kannst sie regelmässig auswechseln und so dem Raum immer wieder mal einen neuen Look verpassen.

 

Deko solltest Du auch auf einige Lieblingsstücke reduzieren, der Rest wandert in eine Aufbewahrungsbox für Deko.

 

Zu schade? Dann wechsle ab und tausche Deine Deko z.B. alle paar Wochen aus. Das hält Sachen nicht nur staubfrei, sondern verleiht Deinem Zuhause auch immer wieder einen neuen Akzent.

 

6. Augenmass statt Metermass

Du standest im Möbelhaus und dachtest Dir: das L-Sofa passt bei mir locker rein, bei diesem Tisch bleibt sicherlich noch genug Platz zur Wand, in der Ecke würde der Sessel super aussehen, und daneben passt noch der hübsche Beistelltisch…. Kommt Dir das bekannt vor?

 

Vorsicht! Wer nicht mit den korrekten Massen arbeitet, sondern sich nur auf sein Auge oder seine Erinnerung verlässt, der liegt todsicher öfter mal (voll) daneben und macht einen Fehlkauf.

Und Möbel umtauschen ist ja ziemlich mühsam und mit ordentlich Aufwand verbunden.

Da ist die Gefahr gross, dass man letzendlich mit Möbelstücken lebt, über die man sich ständig ärgert, weil sie über- oder unterproportioniert sind.

 

Die Lösung: Greife vorher zum Zollstock und notiere Dir die genauen Werte, die für die neuen Möbel zur Verfügung stehen und wieviel Platz Du drumherum brauchst, z.B zum Öffnen von Schränken, Schubladen oder Türen.

Und bedenke auch noch die Funktion: So benötigt ein Tisch zum Beispiel noch 80 cm Raum um sich für Stühle.

 

Nur so vermeidest Du es, dass ein Zimmer später viel zu klein oder auch zu groß für Deine Neuanschaffungen ist.

7. Unstrukturierte Räume

Räume, die mehreren Zwecken dienen, also etwa Wohnen und Essen, wirken oft wie eine planlose Ansammlung von Möbeln und Stilen, ohne sichtbare Strukturierung und Abgrenzung der einzelnen Bereiche.

 

Ein Zimmer, dem es an Struktur fehlt, wirkt irgendwie immer unordentlich – selbst wenn es aufgeräumt ist.

 

Die Lösung: Unterteile den Raum in Zonen, die Du voneinander abgrenzt.

 

Hilfsmittel Nummer 1 sind Teppiche zum optischen Einrahmen eines Bereiches, sowie Sideboards, Regale und Sofas als Raumtrenner oder Bilder-Arrangements an den Wänden.

 

Meistunterschätzter Faktor ist das Licht: Eine Leuchte über dem Esstisch und mehrere Tisch- oder Stehlampen am Sofa schaffen ebenfalls unterschiedliche Zonen im Raum.

8. Fieses Licht

Eine einzige, grelle und kalte Lichtquelle an der Zimmerdecke erstickt jede Atmosphäre und Behaglichkeit im Keim. Allerdings hat sich diese Erkenntnis noch längst nicht in jeder Wohnung manifestiert.

 

Die Lösung: Wer nicht in kalter Fabrikhallenatmosphäre leben will, sollte die starke Deckenleuchte nur beim Saubermachen anschalten und ansonsten lieber auf verschiedene Steh- und Tischleuchten mit warmem Licht setzen.

 

Lichtquellen, die indirektes oder gedämpftes Licht spenden, verleihen dem Raum Tiefe und helfen, ihn zu gliedern.

9. . Alle Möbel an der Wand entlang stellen

Große Räume wirken oft langweilig oder unharmonisch, wenn alle Möbel in Reih und Glied an der Wand entlang stehen und in der Mitte ein großer Freiraum bleibt, den man nicht so recht zu nutzen weiss.

 

Kleine Räume wirken, auf diese Weise möbliert, schnell vollgestopft.

 

Die Lösung: Spiele mit den Stellmöglichkeiten.

 

Mache ein Sideboard oder Regal zum Raumtrenner, wenn die Größe des Zimmers es zulässt.

 

Stelle das Sofa in den Raum, um eine Sitzecke abzutrennen, oder drehe den Schreibtisch einfach mal um 90 Grad.

 

Bei wenig Platz reicht es oft auch schon, das Sofa etwas von der Wand zu rücken und leicht schräg in eine Ecke zu stellen.

 

Einfach mal etwas herumprobieren, dann wirst Du vielleicht mit einem völlig neuen Raumgefühl belohnt.

10. Mit hässlichen Haushaltsgegenständen oder Produkten das Gesamtbild ruinieren

Eigentlich seltsam: Beim Einrichten achten die meisten Menschen auf Qualität, harmonische Farben und Ästhetik – und zerstören Ihren Wohnstil dann mit grellbunten Spüllappen, hässlichen Verpackungen und agressiv bedruckten Produkten (z.B Seife, Spülmittel, Müsli, Teebeutel…).

 

Das sind Details, die einen großen Unterschied machen und etwas, dass glücklicherweise leicht zu korrigieren ist.

 

Die Lösung: Spülmittel, Seife etc. in neutrale Pumpflaschen umfüllen, schöne Vorratsdosen und Gläser kaufen, Spüllappen und Geschirrtücher durch hübsche und zur Einrichtung passende Textilien ersetzen.

 

Der Aufwand ist gering – und die Wirkung gross.

Meist merkt man erst hinterher richtig, wie störend diese Dinge vorher optisch waren.

11. Bilder planlos an den Wänden verteilen

Ein Bild pro Wand, das verloren in Mitte hängt? Sieht verloren, willkürlich und nicht sehr ästhetisch aus. Sieht man aber trotzdem häufig.

 

Die Lösung: Gruppiere Deine Bilder lieber zu einem Ensemble, das einen ganzen Teil der Wand einnimmt – entweder frei arrangiert oder geometrisch ausgerichtet.

Das sieht nicht nur viel besser aus, sondern ist auch ein wirkungsvolles Mittel, um den Raum zu gliedern.

 

Einzelbilder wirken weniger verloren, und kommen besser zur Geltung, wenn sie nicht verloren in der Wandmitte hängen, sondern gemeinsam mit Sideboard, Regal oder Beistelltisch eine optische Einheit bilden.

Also: Einzelbilder mal tiefer hängen, weg von der Mitte oder einfach auf den Boden stellen, and die Wand angelehnt (funktioniert toll für grössere Bilder).


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