Sparks of Joy!

Marie Kondos Erfolgsrezept für Glück und Harmonie im Umgang mit unserem Besitz

Marie Kondo ist in aller Munde. Und das bereits seit Jahren. Wenn Du hier bei mir "gelandet" bist, weisst Du vermutlich bereits, wovon ich spreche.

Immer mehr Menschen probieren ihre Aufräumtechniken aus. Doch es ist mehr als nur das. Es geht nicht nur darum, wie man technisch gekonnt Kleidungsstücke faltet oder erfolgreich seine Küche ausmistet.

Es geht um nicht weniger als das Glück. Das Glück, was wir dauerhaft erleben können, wenn wir uns nur mit Dingen umgeben, die wir lieben, die uns das Leben erleichtern und die uns ein gutes Bauchgefühl vermitteln.

 

Sparks of Joy...?

 

Marie nennt diese alltäglichen Mini-Glücksmomente «sparks of joy». Besser kann man es eigentlich nicht ausdrücken. Im Deutschen würde man es mit «Glücksfunken» oder «Freudenfunken» übersetzen.

 

Harmonie ist Alles, wenn es nach Marie geht (und ich bin mittlerweile sehr geneigt, ihr zuzustimmen).

Im Zentrum von Maries Betrachtungsweise steht die emotionale Verbindung, die man zu seinem Besitz hat.

Man mag kritisieren, dass sie dabei manchmal ein wenig zu sehr ins Esoterische abdriftet, und manch einem mag es zunächst etwas seltsam oder leicht übertrieben vorkommen, wenn sie in ihrer Netflix-Serie andächtig kniend eine Wohnung begrüsst oder die Leser ihrer Bücher auffordert, intensive Zwiesprache mit banalen Gebrauchsgegenständen zu halten. Auch ein gewisses Stirnrunzeln, wenn sie sich beispielsweise bei einer alten Strumpfhose bedankt, bevor sie sie entsorgt, ist sicherlich gerechtfertigt.

 

Man muss das nicht genau so praktizieren, dennoch betont es den eigentlichen Kern der Sache:

Unser Leben wird schöner und glücklicher, wenn wir uns nur mit den Dingen umgeben, die wir lieben oder die wir wegen Ihrer Nützlichkeit für unser Leben schätzen.

Und wenn wir uns konsequent und respektvoll von allem trennen, was kein Glücksgefühl in uns auslöst, denn diese Dinge lenken uns vom Wesentlichen in unserem Leben ab und belasten uns.

 

Sparks of Joy für Anfänger...

 

Am einfachsten lernen wir, dieses Glücksgefühl zu erspüren und unsere Antennen dafür zu trainieren (und darauf basierend die Entscheidung zu treffen, ob der Gegenstand bleiben darf oder gehen muss), wenn wir mit unserem Kleiderschrank beginnen.

 

Leere Deinen Kleiderschrank komplett und lege alles auf einen Haufen (ja, alles!). Dann nimm jedes einzelne Kleidungsstück ganz bewusst in die Hand und versuche zu erspüren, welches Gefühl es ganz spontan in Dir auslöst (mit Betonung auf «spontan»).

 

Schalte den Kopf dabei so gut es geht aus und verlasse Dich ganz auf Dein Bauchgefühl. Löst das Kleidungsstück kein eindeutig gutes, freudiges Gefühl in Dir aus, dann sortiere es ohne Bedenken aus. Denn dann ist das Kleidungsstück nicht förderlich für ein harmonisches Lebensgefühl.

 

Kommentare seitens des Verstandes, wie z.B. «das war aber so teuer» oder «da passe ich vielleicht irgendwann wieder rein» oder «das war ein Geschenk», darfst Du getrost ignorieren.

 

Wenn es mit der Trennung doch mal schwer fallen sollte, z.B. weil man mit einem Kleidungsstück eine sentimentale Erinnerung verbindet, rät Marie Kondo, sich von dem betroffenen Kleidungsstück respektvoll zu verabschieden und sich bei ihm zu bedanken, evtl. sogar ein Foto davon zu machen.

Letzteres funktioniert auch gut bei allen anderen Gegenständen, mit denen wir emotional verbandelt sind, von denen wir uns aber gerne trennen möchten, weil unser Bauchgefühl uns sagt, dass nun die Zeit dafür gekommen ist.

 

Das mit dem respektvollen und/oder liebevollen Verabschieden klingt vielleicht zunächst etwas schräg, macht aber Sinn und vor allem: es wirkt.

 

Achte darauf, die Selektion relativ zügig durchzuführen und konsequent dabei zu sein. Zügig deshalb, weil das Gefühl, was zu allererst in Dir hochkommt, bevor der Verstand anfängt mitzumischen, in der Regel das einzig Richtige ist.

 

Sparks of Joy auf Dauer...

 

Tatsächlich ist es so, dass das Glücksgefühl nach erfolgreichem Ausmisten und Aufräumen bleibt und zum täglichen Begleiter wird.

 

Egal, ob Du streng nach Marie Kondos Konzept ausgemistet hat oder mithilfe einer anderen Strategie. Das Ziel ist, Deinen Besitz auf diejenigen Dinge zu reduzieren, die Dich entweder ausschliesslich mit Freude erfüllen durch ihre Nützlichkeit Dein Leben leichter machen. Ob das viele oder wenige Dinge sind, ist individuell verschieden.

 

Du hast dann ein echtes Gespür für diese kleinen «Glücksfunken» entwickelt und gehst allein dadurch schon viel achtsamer durchs Leben. Und weil Du Dich für alles, was Dich in Deinem Zuhause umgibt, bewusst entschieden hast, schätzt Du es umso mehr.

 

Was mich persönlich interessanterweise auch immer wieder dieses kleine Glück deutlich spüren lässt, ist das Falten meiner Kleidung auf die Marie-Kondo-Art. Ehrlich gesagt war ich zuerst sehr skeptisch, ob ich das auf Dauer so beibehalten würde. Doch überraschenderweise war das sehr einfach. Und mit der Zeit bekommt man darin so viel Übung, dass es auch sehr schnell geht.

Dieses bewusste und intensive Anfassen meiner Kleidung beim Falten, das bewusste Positionieren und Glattstreichen hat so etwas Liebevolles und Zärtliches, ja fast Meditatives für mich bekommen, dass ich es richtiggehend geniesse.

Es fühlt sich inzwischen wirklich so an, als wären meine Kleidungsstücke meine Freunde. Das hätte ich anfangs nicht für möglich gehalten.

 

Und es ist einfach jedes Mal toll, wenn man seinen Kleiderschrank öffnet und seine ordentlich, übersichtlich und harmonisch einsortierten Lieblingsstücke erblickt.

 

Hast Du auch schon diese Erfahrung gemacht?

Wie spürst Du am besten, was Dich glücklich macht und Dein Leben bereichert und was eben nicht?

Dann lass doch einen Kommentar da, ich würde mich freuen:-)!

 

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